Die Temperatur eines traditionellen grauen Daches, beispielsweise aus Bitumen, kann im Sommer leicht auf 70 Grad Celsius ansteigen. Das liegt daran, dass graue oder schwarze Dachabdeckungen fast die gesamte Sonnenenergie absorbieren und an die darunter liegende Dachkonstruktion weiterleiten. Pflanzen hingegen absorbieren nur 60 % der Sonnenenergie und leiten nur 13 % der aufgenommenen Energie an die Dachschichten unter der Vegetation weiter. Das liegt in erster Linie daran, dass Pflanzen 27 % der Sonnenenergie reflektieren, sodass diese Wärme nicht in Ihr Dach und Ihr Haus gelangen kann. Aber Pflanzen machen noch etwas anderes mit der Energie der Sonne, und darin ähneln sie den Menschen: Sie wandeln sie in die Verdunstung von Wasser um. Bei Menschen nennen wir das Schwitzen, und bei Pflanzen auch! Die Pflanzen schwitzen die Wärme über die Spaltöffnungen in ihren Blättern aus. Darin befindet sich das Wasser, das bei diesem Schwitzen verdunstet. Für diese Verdunstung wird viel Energie benötigt, die die Pflanzen aus ihrer unmittelbaren Umgebung beziehen. Dadurch kühlt sich die unmittelbare Umgebung der Pflanzen ab.
Von den 73 % Sonnenenergie, die Pflanzen aufnehmen, werden 60 % in Verdunstung („Schweiß“) umgewandelt. Dadurch verbleiben nur noch 13 % Sonnenenergie, die die Pflanzen an die darunter liegende Dachkonstruktion abgeben.
Gründächer haben unter der obersten Vegetationsschicht noch einige weitere Schichten, wie beispielsweise den Substratboden (Nährstoffschicht). Wenn das Substrat gut trocken ist, trägt es erheblich zur Isolierung bei. Das bedeutet, dass von den 13 % Sonnenenergie, die die Vegetation eines Gründachs an die Dachkonstruktion abgibt, nur ein begrenzter Teil tatsächlich in Ihr Haus oder Ihre Scheune gelangt. Ganz zu schweigen von den Schichten unter der Substratschicht, wie dem Wurzelschutzvlies und der Drainageschicht. Zwischen diesen Schichten befindet sich in der Regel eine Luftschicht, die ebenfalls zur Isolierwirkung Ihres Gründachs beiträgt.
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