Ein Gründach sollte nicht direkt auf einer bestehenden Dachabdichtung, beispielsweise aus Bitumen, verlegt werden. Das gilt sowohl für intensive Dachgärten als auch für Fertig-Sedumdächer. Damit die Begrünung dauerhaft sicher und funktionsfähig bleibt, ist ein fachgerecht aufgebautes Schichtsystem erforderlich.
Der Aufbau eines Sedumdachs
Dachschutzvlies: Die vorhandene Dachabdichtung sorgt dafür, dass das Dach wasserdicht bleibt. Da sie durch Temperaturschwankungen und mechanische Belastungen beansprucht wird, muss sie vor dem Gründachaufbau geschützt werden. Dafür wird ein Dachschutzvlies als erste Schicht verlegt.
Drainageschicht: Sedumpflanzen nehmen einen Teil des Regenwassers auf und speichern es in ihren Blättern. Überschüssiges Wasser muss jedoch zuverlässig abgeleitet werden. Die Drainagematte wird direkt auf dem Schutzvlies verlegt und führt das Wasser kontrolliert zu den Dachabläufen oder zur Dachrinne.
Filtervlies: Das Filtervlies trennt die Drainageschicht vom Substrat. Es verhindert, dass feine Substratbestandteile in die Drainage gelangen und den Wasserabfluss beeinträchtigen. Gleichzeitig schützt es das Entwässerungssystem vor unerwünschtem Wurzelwachstum.
Substratschicht: Das spezielle Dachsubstrat dient den Sedumpflanzen als Nährboden. Es speichert Wasser, enthält wichtige Nährstoffe und versorgt die Wurzeln mit Sauerstoff. Gleichzeitig gibt es den Pflanzen den nötigen Halt.
Vegetationsschicht: Die oberste Schicht besteht aus der eigentlichen Bepflanzung. Je nach gewünschter Ausführung können Moose, Kräuter, Gräser oder verschiedene Sedumarten verwendet werden. Dachbegrünungtotal bietet gebrauchsfertige Sedummatten mit einer sorgfältig zusammengestellten Mischung aus 10 bis 12 Sedumarten an. Bei der Lieferung sind die Matten bereits zu rund 90 Prozent dicht bewachsen.
Gründach anlegen