Um Überlastungen der Kanalisation und Überschwemmungen zu vermeiden, investieren Kommunen und andere Grundstückseigentümer zunehmend in zusätzliche Wasserspeicher. Dazu gehören beispielsweise unterirdische Rückhaltebecken, in denen Regenwasser gesammelt und nach und nach versickern kann, anstatt direkt in die Kanalisation zu gelangen.
Solche Maßnahmen zur dezentralen Regenwasserbewirtschaftung verursachen im Durchschnitt Kosten von rund 15 Euro pro Quadratmeter. Gründächer übernehmen einen Teil dieser Funktion auf natürliche Weise. Im Winter können sie etwa 54 Prozent des Regenwassers zurückhalten, im Sommer sogar zwischen 70 und 90 Prozent.
Dadurch muss die öffentliche Infrastruktur rund um Wohnhäuser, Gewerbegebäude, Garagen oder andere begrünte Gebäude deutlich weniger Regenwasser aufnehmen. Pro Quadratmeter kann sich die Belastung damit mindestens halbieren. Entsprechend könnten auch die Kosten für zusätzliche technische Maßnahmen sinken, beispielsweise von 15 auf etwa 7,50 Euro pro Quadratmeter.
Schon allein aus diesem Grund können kommunale Förderprogramme für Gründächer sinnvoll sein. Hinzu kommt, dass sie dazu beitragen, Schäden und Beeinträchtigungen durch überlastete Kanalisationen und Überschwemmungen zu reduzieren.
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